....nicht wusste, dass er der Letzte sein würde."

soll eine schöne Frau einmal geantwortet haben auf die Frage, warum ausgerechnet sie nie geheiratet habe.

So oder so ähnlich ist es Lapo ergangen. Als er damals zusammen mit den anderen Kistenhunden nach Landsberg gekommen ist, haben sich Leute für ihn interessiert und wurden vertröstet, weil man versuchen wollte, ihn gemeinsam mit seiner Freundin Grace zu vermitteln.

Nur dass niemand ahnte, dass nie wieder jemand nach Lapo fragen würde.

Irgendwie scheint er durch jedes Raster zu fallen.

Für Menschen, die einem alten Hund noch ein paar schöne Jahre schenken wollen, ist er zu jung.

Solche, die auf der Suche nach einem jungen, spritzigen Begleiter sind, finden ihn zu alt.

Sein Schicksal ist nicht spektakulär genug, um den Leuten die Tränen in die Augen zu treiben. Oder er musste sich diese Tränen mit zu vielen Brüdern und Schwestern "aus der Kiste" teilen.

Er ist kein hässlicher Hund, aber einer, der erst mit den Augen der Liebe gesehen täglich ein bisschen schöner und wunderbarer wird...

Er ist auch keiner von denen, die lautstark um Sympathie oder Aufmerksamkeit werben, eher einer, der sanft und still in der zweiten Reihe hofft, dass er vielleicht  "gesehen" wird.

"Gesehen" habe ich ihn bei der Ankunft der bunten Wilden. Da saß er freundlich und unbeachtet auf der anderen Seite des Zaunes, hat begeistert dem fröhlichen Treiben zugeschaut und ab und zu ein wenig verloren mit dem Schwanz gewedelt - die ganze Zeit.

Der Anblick war so herzzerreißend, dass ich ihn nie wieder vergessen habe. 

Und vielleicht schaut ja doch irgendjemand auf diese Seite und "sieht" Lapo, wie ich ihn damals "gesehen" habe. Und holt ihn nach Hause....