...ist – wie schon mehrmals erwähnt – eines der besten der Welt. Im Gegensatz zu Spanien oder vielen osteuropäischen Ländern ist hier die Tötung von Straßenhunden grundsätzlich verboten. Stattdessen hat man vorgesehen, dass jede Kommune für die ordnungsgemäße Unterbringung und Versorgung ihrer herrenlosen Hunde aufkommt. Durch die offizielle Chip-Pflicht soll deren Zahl eingedämmt werden.
Doch das beste Gesetz ist nur so gut wie die Menschen, die dahinterstehen. Was nützt eine Chip-Pflicht, die nicht einmal allgemein bekannt ist und an die sich kaum einer hält. Was nützt eine solche Anordnung, wenn selbst denjenigen, die ihren Hund tatsächlich haben chippen lassen, immer noch die Möglichkeit bleibt, ihn in einer Pension unterzustellen und nach ein paar Monaten „zu vergessen“. Was bringt es, die Hunde in Tierheimen unterzubringen, wenn die Betreiber dieser – privaten - Institutionen sie als reine Erwerbsquellen ansehen und gar kein Interesse daran haben, die Zahl der Insassen durch Vermittlung, Kastrationsangebote oder Öffentlichkeitsarbeit zu reduzieren.
All diese Fakten zusammen genommen bewirken, dass sich bis heute kaum etwas an der Lage der Hunde in Süditalien geändert hat. Sie werden angeschafft, abgeschafft, ersetzt, ausgesetzt wie eh und je, denn da sie sich nach wie vor unkontrolliert vermehren dürfen und an jeder Straßenecke zu haben sind, haben sie für die Menschen dort keinen Wert…
Unser Tierheim ist ein „richtiges“, ein staatliches Tierheim. Hier werden die Tiere nicht nur am Leben erhalten beziehungsweise am Sterben gehindert, sondern im Rahmen der Möglichkeiten versorgt und weiter vermittelt. Deshalb sitzen hier keine achthundert oder tausend Hunde hinter Gittern (was eine durchaus realistische Zahl ist in einem privaten Canile), sondern im Moment "nur" rund dreihundertzwanzig.
Bloß dass auch das noch viel zu viele sind für eine arme Gemeinde wie Caserta. Offiziell wäre die Stadt verpflichtet, nicht nur für Futter, Wasser und Unterbringung zu sorgen, sondern ebenso für die medizinische Versorgung. Praktisch ist daran gar nicht zu denken, weil die Kommune das nicht leisten kann. Hier kommt nun unser Verein ins Spiel.
 Grundsätzlich ist zwar eines der Hauptziele von Giovanna, so vielen Tieren wie möglich ein Zuhause zu verschaffen.

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Aber selbst sie kann nicht jedes Wunder wirken. Es gibt Hunde, die werden im Tierheim sterben. Entweder weil sie schwer oder gar nicht vermittelbar sind – oder weil sie einfach niemand haben will.
Was Giovanna aber – dank Ihrer Unterstützung – für ALLE Hunde tun kann, ist, ihnen das Leben ein klein wenig erträglicher zu machen. CdI finanziert deshalb schon seit Jahren Medikamente, Schmerzmittel, Impfungen, Wurmkuren…
Ein ganz wichtiges Thema bei einer so großen Zahl von Vierbeinern auf so engem Raum  ist immer auch Parasitenbefall, der in südlichen Ländern (und zunehmend auch bei uns) nicht nur das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigt, sondern ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt.
Unsere Hunde werden aus diesem Grund jährlich in einer aufwändigen Großaktion mit Serestohalsbändern versorgt und damit gegen Flöhe, Zecken und Sandmücken geschützt, welche die hauptsächlichen Überträger von Mittelmeerkrankheiten wie Ehrlichiose, Babesiose und Leishmaniose sind.
Leider vergeht ein Jahr immer viel schneller, als wir uns das wünschen würden, und so ist es diesen Monat mal wieder soweit. Rund hundertfünfzig Halsbänder müssen zusätzlich zu den vorrätigen gekauft werden!


Wer immer etwas zu den Kosten beitragen möchte – wir sind für jeden Euro dankbar!

PS: Die genaue Summe ist im Augenblick nicht bekannt - wir prüfen noch die Angebote. Aber wie immer beenden wir die Sammlung sofort, wenn der Betrag beisammen ist.

DANKE!